Artenschutzrechtliches Kompensationskonzept Kaserne Krampnitz, Potsdam

Auftraggeber: Entwicklungsträger Pro Potsdam GmbH Treuhänder der Stadt Potsdam
Ansprechpartner: Bettina Dickson, Jonas Arndt
Bearbeitung: 2014-2017
Flächengröße: 154 ha

Die Landeshauptstadt Potsdam hat am 05.06.2013 für das Areal der ehemaligen Kaserne Krampnitz eine Entwicklungssatzung beschlossen. So wird am nördlichen Stadtrand von Potsdam in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil mit etwa 1.600 Wohneinheiten entstehen.
Es wurden auf Basis des ersten Strukturplans (Stand Juni 2015) für den gesamten Entwicklungsbereich eine Eingriffs-, Ausgleichs-Bilanzierung sowie eine Artenschutzrechtliche Eingriffsfolgenabschätzung erstellt, die für die nächste Planungsebene der Bebauungsplanung bindend sein sollen. Die Methode der Eingriffsbewertung wurde nach Maßgabe der Arbeitshilfe „Naturhaushaltswert” der Stadt Potsdam angefertigt. Sie dient dazu überschlägig die Kompensationserfordernisse zu erkennen und vor allem die Potenziale im Entwicklungsbereich liegender Ausgleichsmaßnahmen zu eruieren sowie die Anforderungen an mögliche externe Kompensationsflächen zu formulieren. Dabei steht immer wieder an, die planungsimmanenten Minderungs- und Minimierungsreserven auszuloten.
Über die Ermittlung der Ausgleichserfordernisse für besonders und streng geschützte Arten sollen frühzeitig Flächenansprüche aus diesem Sektor geklärt und im Wechselspiel mit Vermeidungs- und Minimierungspotenzialen in den Planungsprozess integriert werden. Ziel eines Waldfachlichen Gutachtens war es, die Waldeigenschaft nach Landeswaldgesetz zu analysieren. Dazu wurden auf Grundlage der Kartierungen zu Biotoptypen und Versiegelung, Luftbildern sowie örtlichen Begehungen die „Wald“-Flächen erfasst, evaluiert und ein Antrag auf Feststellung der Waldeigenschaft beim Landesbetrieb Forst gestellt. Damit wurde die Beurteilungsgrundlage für eine Genehmigung zur Waldumwandlung geschaffen, wenn Wald dem Bauen im Entwicklungsbereich Krampnitz weichen muss.