Restaurantneubau am Neuen Palais

Auftraggeber: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Ansprechpartner: Harald Fugmann
Kooperation: Sting Architekten
Bearbeitung: 2011
Flächengröße: 0,7 ha
Wettbewerb: 3. Preis

Das neue Restaurant und die dazu gehörigen Freiflächen liegen außerhalb des Schlossparks Sanssouci, in direkter Sichtbeziehung zum Neuen Palais und der vorgelagerten Mopkefläche. Der Bereich hat sich stets als eigenständiger Raum dargestellt, der im Wesentlichen von zwei historischen Epochen geprägt wurde – der Nutzung als Invalidengarten und der Gestaltung als land- schaftlicher Wiesenraum. Damals wie heute stellt sich der Raum im Osten, Süden und Westen von Vegetation umschlossen dar, im Norden entwickeln sich die besonderen Blickbeziehungen in den Park, die sich auch zukünftig dem Restaurantbesucher eröffnen soll.
Mit der Neugestaltung der Freifläche werden diese historischen Schichten aufgegriffen, interpretiert und im Hinblick auf die zukünftigen Nutzungsansprüche transformiert. Die strenge Glie- derung des ehemaligen Invalidengartens bildet das zentrale Gestaltungsthema des Gartens am Restaurant. Zwei Buchen aus der landschaftlich geprägten Zeit werden in dieses formale Raster integriert. Nördlich schiebt sich der Bereich des ehemaligen Grabens zwischen Park und Garten. Diese Fläche wird im Zuge der Neugestaltung nicht überformt, sondern bewusst frei gehalten und mit einer blaulila blühenden Salbeiwiesenmischung begrünt. Mit der zukünftigen Nutzung als Restaurant wird eine neue Schicht hinzugefügt. Auf einem zentralen Weg aus Granitplatten wird das Gelände für Fußgänger erschlossen. Mit leichtem Gefälle führt er auf das tiefer liegende Niveau des Restaurants. In den beidseitig anschließenden Wiesenflächen lässt sich die Nord-Süd-Glie- derung des Rasters durch eine leichte Terrassierung mit vorgelagerten Wegen ablesen.