Nord-Süd-Grünzug München

Auftraggeber: Stadt München
Ansprechpartner: Harald Fugmann, Ines Schneider
Bearbeitung: 2018
Flächengröße: ca. 10 ha (Wettbewerbsgebiet) / ca. 17 ha (Bearbeitungsgebiet)

Die Bewerbergemeinschaft Fugmann Janotta Partner und Kolb Ripke Architekten wurde zum Verhandlungsverfahren mit Mehrfachbeauftragung Nord-Süd-Grünverbindung eingeladen. Auf den Flächen der ehemaligen S-Bahn- und Industriegleisanlagen des 1988 stillgelegten Olympiabahnhofs „Oberwiesenfeld“ im Norden der Stadt München soll eine Grün- und Biotopverbindung entstehen.

In dem konkurrierenden Verfahren wurde unser Konzept ausgewählt!

Der wilde, raue Charme der Brache macht diesen besonderen Ort in München aus und soll in die Neugestaltung unter dem Leitbild „Natur findet Stadt“ integriert werden. Der Bestand wird erhalten und behutsam erschlossen. Ein wesentlicher Ausgangspunkt für die vorgesehene Entwicklung des Gebiets sind die bereits etablierten inoffiziellen Nutzungen der Jugendszene im Umfeld des prägnanten Bahnhofsgebäudes und die Beteiligung dieser und weiterer Nutzergruppen.

Teile der 500 m langen Bahnsteige werden als Promenade erschlossen. Der überwiegende Teil wird als „gelenkte Wildnis“ weiterentwickelt. Die Bahnsteige münden in einen Naturerfahrungsraum im nördlichen Teilbereich. Als Rad- und Fußwegeverbindung dient ein separater Weg westlich der Bahnsteige. Der Westrand des Gebietes wird Bestandteil des übergeordneten Biotopverbunds mit den Zielarten Zauneidechse und Wechselkröte. Beide Verbindungsachsen verlaufen über Bestandsbrücken, die saniert und für die jeweilige Funktion hergerichtet werden.