Landesgartenschau Burg 2018

Auftraggeber: Stadt Burg
Ansprechpartner: Marlen Matthäus
Bearbeitung: 2013

Das historische Erbe der Stadt Burg liegt in der Durchdringung der einst bürgerlichen und durch die Tuch- und Ledergewerbe geprägten Stadt mit großzügigen Parkanlagen („Goethepark“ und „Flickschupark“) und Alleen. Die Ihle war von der industriellen Gründungszeit bis zum Verfall der vielfältigen Produktionsstätten lediglich Lieferant der benötigten Energie und im Stadtbild nicht präsent. Der schmerzhafte Umbruch und der Verlust der industriellen Basis nach der Wende führte zur Perforation der Stadt; die durch Abriss alter Industrieanlagen und ungeordnete Umnutzung entstandenen Freiräume bieten nun Chancen für eine ortsgerechte und nachhaltige Stadtentwicklung.

Dabei steht die Gewinnung der Ihle als neues Rückgrat eines innerstädtischen Freiraumverbundes im Mittelpunkt. Die hier neu entstehenden neuen Wege und Freiräume stellen die neue Visitenkarte der Stadt dar. Darüber hinaus entsteht durch Transformation der historischen Freiräume zu zeitgemäßen Parkanlagen die unverwechselbare Kulisse für die Landesgartenschau 2018. Dabei werden die vorhandenen Atmosphären aufgegriffen und respektvoll im Geist der heutigen Zeit interpretiert Durch angemessene Nutzungsergänzungen werden sie an die heutigen Anfor- derungen angepasst. Unter dem Motto „Neue Kulissen im Theater Gartenschau“ sind das historische Erbe sowie die neuen Gärten am Weinbergspark und entlang der Ihle Ausgangspunkt einer Entdeckungsreise, die uns in einem spannenden Rundweg zu den neuen Attraktionen der Innenstadt führt. Die topografischen, freiraumstrukturellen und bauhistorischen Besonderheiten der Stadt werden insgesamt wieder für den Besucher und den hier lebenden Bürger erlebbar.