Deutsche Botschaft Kairo

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Ansprechpartner: Reinhard Busch, Marlen Matthäus
Kooperation: lwa Leyk Wollenberg Architekten
Bearbeitung: 2014

Das Freiflächenkonzept verbindet die Aspekte Repräsentation und Sicherheit. In dem von einer Mauer umschlossenen und überwiegend mit einem einheitlichen Pflasterbelag befestigten Hof bilden zwei Plätze die Schwerpunkte. Der eine Platz bietet mit einer zentralen grünen Schmuckinsel und einem Wasserbecken einen gastfreundlichen, offenen Eindruck vor dem Eingang zur Residenz. Der zweite Platz bietet vor der Visastelle ausreichend Raum für unterschiedliche Anlässe – „Schaufenster“ Deutscher Kultur, Marktplatz oder Ort für „Public Viewing“. Er ist mit einer Mauer nach Norden vom übrigen Gelände abgetrennt, die als „Living Wall“ in diesem Hof einen besonderen Gestaltungs- und Klimaaspekt bietet.

Der vorhandene Garten der Botschaft bleibt eine grüne Oase und wird nur leicht modifiziert. Er umfließt das Gebäude und wird so zum Residenzgarten. Die Empfangsräume und der Speisesaal reichen über eine großzügige Terrasse in diesen Garten und zugleich ist der Garten eine umlaufende Kulisse für diese zentralen Repräsentationsräume. Der Baumbestand wird überwiegend erhalten. Der Bereich zwischen Kanzlei und südlicher Grundstücksgrenze dient als Nutzgarten für den Anbau von Obst und Gemüse. Ein Großteil der Freifläche wird von einer schattenspendenden, Pergola mit unterschiedlich perforiertem Dach überspannt und mit all seinen unterschiedlichen Funktionen einheitlich verbunden. Alle begrünten Parzellen befinden sich über bauliche Anlagen wie Garagen, Schleusen etc. Die Begrünung erfolgt überwiegend mit Gräsern.