Landschaftsplanung
Wichtiger Bestandteil unserer Planung ist die Abstimmung mit den Betroffenen und den an der Planung beteiligten Fachbehörden. Landschaftsrahmenplan und Landschaftsplan werden von uns anwendungsorientiert auf die Aspekte des Biotopverbundes, die Erstellung des Umweltberichtes zum Flächennutzungsplan und den Aufbau von kommunalen Flächenpools für naturschutz- rechtliche Ausgleichsmaßnahmen ausgerichtet.
Die landschaftsplanerischen Inhalte zum Bebauungsplan werden von uns als "landschaftsplanerischer Fachbeitrag" im Parallelverfahren erarbeitet.
Der Umweltbericht einschließlich Umwelt- erklärung und Angaben zum Monitoring wird aus diesem Planwerk abgeleitet oder direkt in die Begründung zum Bebauungsplan eingearbeitet.
Bei allen Planungen übernehmen wir die Durchführung des Scopings, die Koordination der Fachgutachten, die Erstellung des Eingriffsgutachtens und die umweltplane- rische Begleitung der Öffentlichkeits- beteiligung.
Vorhabenbezogene Umweltplanung
Umwelt- und FFH-Verträglichkeitsstudien sowie Landschaftspflegerische Begleit- und Ausführungspläne werden von uns regel- mäßig im Rahmen von Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren erarbeitet. Wir haben ein System entwickelt, die einzelnen Arbeitsschritte der verschiedenen Studien modulhaft aufeinander aufzubauen, so dass sie sich zeitlich und inhaltlich ergänzen.
Bei allen Planungen übernehmen wir die Vorbereitung und Durchführung des Scopings, die gesamte Koordination der Fachgutachten (Lärm, Lufthygiene, Boden, Grund- und Oberflächenwasser, u.a.), die Erstellung des Eingriffsgutachtens, die
Abstimmung mit den Fachplanungen und die umweltplanerische Begleitung der Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung einschließlich deren Auswertung.
Flächenpool
Flächenpools dienen der Bevorratung von Maßnahmenflächen für den naturschutz- rechtlichen Ausgleich. Der kommunale Flächenpool wird aus Vorschlägen der Naturschutz- und der Forstverwaltung sowie der örtlichen Landschaftsplanung entwickelt. Diese werden mit den Eigentümern und Nutzern hinsichtlich der Flächenverfügbarkeit und dem Maßnahmenumfang abgestimmt. Für die verbliebenen Flächen werden Einverständniserklärungen der Eigentümer eingeholt. Diese Flächen sind das Startkapital für den Flächenpool.
Flächenpools werden von uns auch im Rahmen von Bodenordnungsverfahren
entwickelt. Darin wird ein Konzept von landschaftsgestaltenden Maßnahmen entwickelt. Diese können für die interne Kompensation oder als Maßnahmen Dritter für Ausgleich und Ersatz eingesetzt werden. Die Flächen werden im Bodenordnungsver- fahren als Maßnahmenflächen ausgewiesen und entweder der Gemeinde oder einer Flächenagentur zugeordnet. Von dort können sie Maßnahmenträgern als Ausgleichsflächen angeboten werden.
Pflege- und Entwicklungspläne
Pflege- und Entwicklungspläne werden
von uns in unterschiedlichen Maßstäben entwickelt. Unser Büro führt selbst Baum- kartierungen und Biotopkartierungen nach den ortsüblichen Kartierschlüsseln durch.
Die für FFH-Gebiete zu erstellenden Manage- mentpläne beinhalten die Ersterfassung der Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richt- linie. Der Bearbeitungsprozess wird durch eine Regionale Arbeitsgruppe begleitet und erfolgt unter Beteiligung der Öffentlichkeit. Das Maßnahmenkonzept wird mit den betroffenen Nutzern und Eigentümern abgestimmt. Ziel ist es, den Konsens aber auch die Konflikte hinsichtlich der Umsetz-
barkeit der Maßnahmen aufzuzeigen.
Unser Büro koordiniert die Bearbeitung und den Abstimmungsprozess, erstellt das Konzept einschließlich der Kartendar- stellungen und übernimmt die gesamte Datenverwaltung und Dokumentation. Auf Wunsch werden auch die Untersuchungen zur Erfolgskontrolle (Monitoring) durchgeführt.
Gewässerentwicklungsplanung
Vor dem Hintergrund der Wasserrahmen- richtlinie wurden von unserem Büro für verschiedene Flusseinzugsgebiete Agrar- strukturelle Entwicklungsplanungen für den Landschaftswasserhaushalt erarbeitet. Sie entsprechen im Ergebnis den Gewässer- entwicklungsplänen. Aufbauend auf einer Gewässerstrukturanalyse werden die notwendigen Maßnahmen zur Sanierung
der Gewässer und zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes dargestellt
und mit den ansässigen Landwirten und der Forstverwaltung abgestimmt.
Im Ergebnis werden die Maßnahmen nach Prioritäten aufgeführt und die Kosten
überschlägig ermittelt.
Unser Büro erarbeitet für die Umsetzung von Maßnahmen an Gewässern oder für die Neuanlage die Genehmigungsplanung und die Ausführungsplanung einschließlich Ausschreibung und Bauleitung. Für größere wasserbauliche Vorhaben werden von uns auch Machbarkeitsstudien erstellt.
Agrarplanung
Unser Büro hat eine bereits vielfach erprobte und anerkannte Methode zur Erarbeitung agrarstruktureller Entwicklungsplanungen zur Vorbereitung von Bodenordnungsverfahren entwickelt. Unter Verwendung eines geografischen Informationssystems (GIS) wird auf der Grundlage von Luftbildern und Flurkarten sowie der Zustandskartierung der Wege und Gewässer der Bodenordnungs- bedarf ermittelt. Zusammen mit den betroffenen Landwirten wird in einem Arbeitskreis ein neues Wegekonzept und ein Konzept für Ausgleichs- und Landschafts- gestaltende Maßnahmen erarbeitet. Die Planung erreicht die Qualität eines Wege-
und Gewässerplanes.
Im Rahmen von Spezial-AEPs, z.B. zu "Naturschutz und Landwirtschaft", werden auf Grundlage betriebswirtschaftlicher Analysen und der Modifizierung der Naturschutz- bestimmungen sowie der Moderation des Abstimmungsprozesses für alle Seiten tragfähige Lösungen erarbeitet.
Regionalmanagement für die Integrierte ländliche Entwicklung
Das Land Brandenburg hat flächendeckend für das Landesgebiet Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) erstellen lassen, um Schwerpunkte für die künftige Förderung im ländlichen Raum zu schaffen. Unser Büro hat eine an die Verhältnisse im Landkreis angepasste Methodik zur Erstellung des ILEK entwickelt. Aufbauend auf einer Stärke-Schwächenanalyse wurde ein Leitbild entwickelt und Handlungsziele festgelegt. Es wurden Regionen als Förderschwerpunkte und eine Prioritätenliste von Maßnahmen festgelegt. Im Rahmen der Bearbeitung wurde ein Prozess angestoßen.
Im anschließenden Regionalmanagement
wird von uns der Prozess unter Beteiligung der Akteure vor Ort fortgesetzt. Die Projekte werden in kommunalen Arbeitskreisen weiter entwickelt und miteinander vernetzt. Im Vordergrund stehen arbeitsplatzrelevante und wirtschaftliche tragfähige Projekte. Unser Büro führt im Rahmen des Regional- managements die Steuerung des Prozesses die Projektentwicklung und die Koordination der Umsetzung der Maßnamen durch.